Sie bekam eine zweite Chance nach 17 Jahren Drogenmissbrauch

Hallo, woher kommst du? – Ich komme aus Österreich, ich bin 34 Jahre.

Was war das Problem, welche Substanzen hast du genommen? Wie lange?

Zehn Jahre, angefangen mit Opium C, dann Heroin, nur durch die Nase. Und sechs Jahre, sieben Jahre Morphium Substitul in Österreich.

Welche Abhängigheitskonsequenzen hattest du bevor du hier gekommen bist?

Alles, ich hatte drei Autounfälle, ja, meine Narben an den Händen, mein Ex-Mann, ja, war S….-Geschichte

und meiner Mutter habe ich auch viele Sorgen gemacht…

Wie hast du dich für die Behandlung entschlossen, warum jetzt?

Ja, das ging ziemlich schnell innerhalb von zwei Wochen, vor einem Monat hat mich meine Mutter gefragt, ob ich einen Entzug machen will. Und ich habe zu ihr gesagt: „Nein, ich bin noch nicht so weit, ich will noch nicht.“

und dann habe ich einen Bekannten kennen gelernt und das ging dann zack-zack zwei Wochen.

Ich habe mich runterdosiert zu Hause und ging es dann am 22. Los.

Sehr gut. Was war das wichtigste in der Behandlung, welche Prozedur?

Ja, ich hatte Xenon-Gas, war sehr gut für Körper, für die Rezeptoren. Und die Plasmaferese. Aber das Wichtigste und das Beste war auf jeden Fall das Ibogain, das hat mir sehr geholfen.

Und wie fühlst du dich jetzt nach der Behandlung?

Ich bin jetzt sieben Tage auf null und mir geht es super, fantastisch.  Ich fühle mich neugeboren,  ein neuer Mensch. Ich fühle mich wieder, ich rieche mich wieder, es ist einfach super. 

Was ist deiner Meinung nach in dieser Behandlung anders als vorher?

Im Gegensatz zu anderen? Ja, in Österreich oder Deutschland zum Beispiel sagen sie: Ok, du bist nicht krank, du bist süchtig, du musst Schmerzen haben, du musst es spüren.

Und hier während der langen Prozeduren du schliefst, du bekommst nichts mit, und ich habe es nicht glauben können, bevor ich es nicht selbst erlebt habe, aber es ist wirklich.. Vorobiev ist super!

Ich freue mich. Wie fühlst du dich jetzt nach der Behandlung?

Jetzt, ich fühle mich noch immer super gut, Ja, wie gesagt, es ist.. Ich habe heute mit meiner Mama schon telefoniert und habe zu ihr gesagt- das ist ein Hammer.

Der Unterschied zu vorher ist eben, man sieht sich hier (schaut nach oben), und ich bin jetzt wieder fünfzehn und kann jetzt erwachsen werden. Mit vierunddreißig.  Aber es ist nie zu spät.

Rechtzeitig. - Rechtzeitig, gerade noch, die Kurve gekratzt.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Wenn ich nach Hause komme, werde ich erstmal bei meiner Mama bleiben und meine Wohnung sauber machen, da ist eine Bombe hinterlassen worden.

Wäsche waschen, abwaschen und ah die ganzen Klamotten wo die Löcher sind, angebrannt von Zigaretten und ja… die Leute wissen es hier alles.

Und ich will trainieren gehen, ich will malen wieder, ich habe zu Hause eine Staffelei, x leere Leinwände, die bemalen werden wollen.

Und ich habe alles und es wartet auf mich und ich saß siebzehn Jahre auf der Couch, und ja. Zweite Chance.

Danke vielmals für das Gespräch und wir wünschen dir das allerbeste. – Ich danke euch. – Gerne!