Heroin und methadon entzug klinik

 

Hallo, ich komm aus Deutschland und hab von der Klinik übers Internet erfahren. Ich hab einfach nicht gedacht, dass so was funktioniert und hab dann gehört, dass das eine gute Sache ist und hab es mal probiert.

Ich war unter Drogen drei Jahre, das ging etwa mit 20 los. Das war die Zeit als meine Eltern gestorben sind, da hab ich eine relativ grosse Menge Geld geerbt und binnen weniger Jahre hab ich das ganze Geld aufgebraucht.

Dann hab ich auch eine Freundin gehabt, die hab ich auch in die Drogensucht mit reingezogen und das ging dann nicht mehr so weiter und da bin ich da raus gegangen und hab mir Methadon verschreiben lassen und hab gedacht ich komm damit dann runter von dem Heroin, das war aber ein Fehler, denn im Endeffekt ist die Sucht vom Methadon wesentlich schlimmer als vom Heroin. Also da bin ich der Klinik dankbar, dass sie mir geholfen haben. Ja, was könnte man noch erzählen?

Wie sie geholfen haben.

Die Art der Behandlung. Wie die Behandlung stattfindet, das ist ganz anders als wie man sich das in einer deutschen oder in einer westeuropäischen Klinik vorstellt. Die Menschen sind unheimlich nett, das sind unheimlich liebe Personen. Jeder wird behandelt wie ein Mensch, auf jeden wird individuell eingegangen. Und die Methoden hier nach Drogen sind verschieden, wie die Leute behandelt werden in einer Form von Narkose... Opiate werden aus dem Körper ausgeschwemmt und dann wird man mit Medikamenten gewissermassen beruhigt und dann bekommt man das Ibogain und das würde Rezeptoren im Gehirn regenerieren, gewissermassen.

Das ist eine Methode, die unheimlich vielen Menschen auf der Welt helfen könnte, die unheimlich leiden müssen. Nur deshalb, weil die Pharmaindustrie unbedingt ihren Methadon verkaufen muss, ihren Heroin.

Wäre das empfehlenswert, diese Therapie?

Diese Therapie ist in jedem Fall empfehlenswert, also jeder, der sich das leisten kann, das ist ein bisschen teuer, das ist ein riesengrosser Aufwand, dem würde ich raten , diese Therapie zu machen und dann ein neues Leben anzufangen.

Wie fühlst du dich jetzt? Und wie hast du dich vor zwei Wochen gefühlt, als du gekommen bist?

Also, da ich eine relativ geringe Menge Methadon  bekommen habe, da hab ich mich eigentlich relativ gut gefühlt und konnte arbeiten gehen, aber mein Körper ist jetzt noch schlechter als vorher. Aber geistlich und seelisch fühle ich mich wesentlich besser.

Ich hab auch viel mehr Pläne für die Zukunft, hab auch viel mehr Elan. Ich betreibe mit zwei Leuten zusammen einen kleinen Geflügelbauernhof und da haben wir viel zu tun und da kann ich mich in die Arbeit stürzen, sinnvoll was machen für mich und meine Mitmenschen.

Konntest du dich vorher gut darauf konzentrieren?

Ich habe generell Konzentrationsschwierigkeiten, hab ich immer gehabt. Ich weiss nicht, wie das jetzt ist, ob sich das verbessert, aber das hatte ich schon in der Schule als Kind, Konzentrieren ist nicht so mein Ding.

Aber jetzt ist es gut?

Ja, das kann man jetzt nicht so einschätzen. In Stresssituattionen kolabiert meine Konzentration. Ich bin wie ein kleines Kind.

Das hat aber nichts mit der Therapie zu tun.

Nee, aber ich… (unverständlich)

Jetzt bist du ruhiger, konzentrierter, es geht dir besser.

Auf jeden Fall, es geht mir jeden Tag besser, definitiv.

Und vom Personal her, wie du gesagt hast, stellt man sich was anderes vor, die Leute sind nett, lieb, alles.

Auf jeden Fall. (unverständlich)

 Auf einen Patienten drei Mitarbeiter.

Pro Patient drei Mitarbeiter, das muss man sich mal vorstellen in Deutschland, wo eine Putzfrau für 60 Leute putzen muss. Also hier kümmert man sich um die Menschen. Echt empfehlenswert.