F.A.Q.

Was ist Heroinabhängigkeit?

Heroinabhängigkeit ist eine Erkrankung, die durch eine physische und psychische Abhängigkeit von Heroin gekennzeichnet ist und die durch eine kontinuierliche Anwendung der Droge, trotz der negativen Konsequenzen, verbunden ist.

Welche Behandlungen der Heroinsucht stehen zur Verfügung?

Es gibt drei wesentliche Behandlungsprogramme gegen die Heroinabhängigkeit:
-  Opioid - Ersatz-Therapie (Methadon, Substitol, Subutex, etc.)
-  Opioid - Entgiftung mit nachfolgender Naltrexon Behandlung.
- Beratung und langfristige Rehabilitation (in Kombination mit zwei anderen).
Unsere Klinik unterstützt aufgrund des Suchtpotenzials nicht den Ansatz der Substitutionstherapie.

Was ist eine Heroin-Entgiftung?

Eine Heroin Entgiftung, ist wie jeder anderer Drogenentzug, ein Prozess um den Wirkstoff der Droge aus dem Körper des Patienten zu bekommen. Bei einer Heroinabhängigkeit kann dies einige Tage, im Falle von Methadon- oder einer Substitiol-Sucht, bis zu mehreren Wochen dauern.

Woher weiß ich, ob ich eine Heroin-Entgiftung machen muss?

Wer ein Problem mit einer Heroinabhängigen hat, muss sich einer Heroin-Entgiftung unterziehen.

Gibt es eine sichere Möglichkeit für die Verwendung von Heroin?

Alle Wege führen in die Heroin-Sucht.

Welche Entzugserscheinungen von Heroin treten auf?

 - Zu den körperlichen Entzugserscheinungen von Heroin oder anderen Opiaten gehören: Gähnen, Gänsehaut, laufende Nase, tränende Augen, übermäßiges Schwitzen, von mittelschweren bis schweren Muskelschmerzen, Fieber, unwillkürliche Beinbewegungen, Durchfall, erweiterte Pupillen.
  - Psychologische Symptome eines Opiat - Entzug sind: Reizbarkeit, Angst, Verlangen nach der Droge, Schlaflosigkeit, Depression.

Wie lange dauert der Entzug von Heroin und anderen Opiaten?

Die erste Phase des nicht-medizinisch behandelten Heroin-Entzugs kann 7 bis 10-12 Tage dauern. Es hängt von der Dosis der Droge und der Dauer des Drogenmissbrauches ab. Die restlichen Entzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit, Depressionen, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen und die Unfähigkeit, Stress oder körperliche Beschwerden zu ertragen, kann bis zu sechs Monate andauern. Die lang anhaltenden Entzugserscheinungen geschehen meistens im Fall einer Methadon- oder Substitol- Sucht.

Was ist ein Rückfall?

Ein Rückfall ist eine Situation, wenn eine genesender Süchtiger die Droge wieder einnimmt. Einige Süchtige sind in der Lage ihre Abstinenz vom ersten Versuch an aufrecht zu erhalten. Andere können mehrere Rückfälle erleiden. Es ist wichtig, das Risiko eines Rückfällen so weit wie möglich zu verhindern.

Welche Medikamente verhindern einen Drogenrückfall?

Naltrexon blockiert zuverlässig die Opioid - Rezeptoren, um die konsumierten Opiate unwirksam zu machen. Sie macht Heroin oder andere Opiate nutzlos. Viele Opiatabhängige berichten, dass sie mit dem Naltrexon-Programm eine langfristige Abstinenz erreicht haben und schließlich von der Drogensucht losgekommen sind.

Was ist ein forcierter Opioidentzug?

Ein forcierter Opioidentzug (FOE), oder mit anderen Worten ein forcierter Opioidentzug unter Narkose (FOEN), ist ein medizinisches  Verfahren, um den Körper von den Opiaten zu reinigen, während der Patient in Vollnarkose gehalten wird. Es ist eine sichere und höchst effektive Methode des Drogenentzugs, in der die Entzugserscheinungen auf eine schmerzlose und komfortable Art und Weise beseitigt werden.

Ist die Methode der forcierten Opioid - Entgiftung sicher?

Ja, sie ist es. Der forcierte Drogenentzug ist ein sicheres und akzeptables Verfahren, da sie unter einem Standard-Anästhesie-Protokoll durchgeführt wird.

Welches ist die Wirksamkeit der forcierten Opioid - Entgiftung?

Die forcierte Opioid - Entgiftung ist ein sehr effektives Verfahren. Die Patienten erleben keine Entzugserscheinungen, da sie unter Narkose stehen und der Entgiftungs - Prozess mit entsprechenden Medikamenten während dieser Zeit durchgeführt wird.

Werde ich Entzugserscheinungen nach dem narkoseunterstützten Entzug spüren?

Die restlichen Entzugserscheinungen werden noch direkt nach der Entgiftung zu spüren sein, wenn auch die Intensität drastisch reduziert ist, da die Mehrzahl der Entzugssymptome während der Prozedur auftreten, wenn der Patient in Narkose ist. Die reduzierten Symptome sind leicht mit herkömmlichen Medikamenten auszuhalten.

Gibt es Kontraindikationen für den forcierten Opioidentzug unter Narkose ?

Voraussetzung für den forcierten Opioidentzug ist der körperliche und geistige Zustand des Patient, der von dem Anästhesisten ausgewertet wird, um festzustellen, ob der Patient für das Verfahren geeignet ist und ob er von dem Verfahren profitieren wird. Wenn der Patient irgendwelche Kontraindikationen für die schnelle Entgiftung zeigt, wird ihm empfohlen eine andere Methoden des Drogenentzugs in Betracht zu ziehen.

Was muss ich nach dem Abschluss der Drogenentzugs-Behandlung tun?

Wir raten unseren Patienten nach Abschluss des Drogenentzugs an dem Naltrexon-Programm teilzunehmen und dort für mindestens ein halbes Jahr zu bleiben. Die Naltrexon-Blockade in Form von Implantaten, kombiniert mit Beratungs- und Gruppentherapie ist der bevorzugte und der erfolgreichste Weg, um langfristig eine Abstinenz mit folgender Heilung der Drogensucht zu erreichen.